Antriebswelleninnengelenk

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Dieser Artikel betrifft:
Modell: Cabrio
Motor: alle
Baujahr: alle
Sonstiges: -

Wie bei den Außengelenken ist es egal ob es sich um das linke oder rechte Innengelenk handelt, da beide Gelenke, am jeweiligen Fahrzeug, identisch sind.

Mögliche Auswirkung(en) und Schäden defekter Innengelenke:

  • zeitweises bis ständiges vibrieren des "Vorderwagens" ab ca. 100 km/h zum Teil mit Übertragung auf das Lenkrad, vergleichbar etwa mit nicht ausgewuchteten Vorderrädern, diese Möglichkeit also vorher ausschließen
  • "schütteln" des Schalthebels im "Lastbetrieb" ab ca. 80 km/h
  • Ölverlust an den Antriebsflanschen am Getriebe infolge "überlasteter" Dichtringe
  • langfristig evtl. Lagerschäden im Differential
Antriebswelleninnengelenk-1.jpg
Das Gelenk incl. Welle, Manschette, Schrauben etc., die Manschette ist jedoch nicht, wie bei dem Außengelenk, durch eine Klemmschellen an der Stelle (x) befestigt.


Antriebswelleninnengelenk-2.jpg
Das Gelenk von „innen“ gesehen. Zu erkennen ist, dass es durch einen Sprengring (A) auf der Antriebswelle (B) gehalten wird.

Ohne eine entsprechende Sprengringzange gestaltet sich das Entfernen zu einer „ziemlichen Fummelei“, ist aber mit zwei kleineren Schlitzschraubendrehern und Gefühl durchaus hin zu bekommen. (In aller Regel fliegt der Ring dabei plötzlich irgendwo hin, hoffentlich nicht ins Auge, und es folgt die lustige „na wo isser denn?“ Suche im Umkreis von 5 Metern)


Antriebswelleninnengelenk-3.jpg
Das ausgebaute Innengelenk mit seinen Bestandteilen: Außenläufer - A, „Kugelkäfig“ - B, Innenläufer - C, Sprengring - D


Antriebswelleninnengelenk-4.jpg
Zwei unterschiedliche Größen der Innengelenke wurden verbaut (abhängig von Getriebetyp und Baujahr). Links ein „100er“, rechts ein „90er“ Gelenk.

Die Größenangabe bezieht sich auf den Durchmesser des Gelenks an der Aufnahme am Getriebeflansch (x). Beim 100er Gelenk ist zusätzlich ein Dichtring eingelegt (Pfeil), dieser ist bei einem 90er Gelenk nicht vorhanden. Abgesehen vom Durchmesser des Gelenks (inkl. Manschette) sind unterschiedliche „Unterlegplatten“ (s. Bild 1 (A)) vorhanden.

Der Durchmesser der Aufnahme für die Antriebswelle am Innenläufer ist bei den Antriebswellen gleich, allerdings unterscheidet sich die „Höhe“ des Innenläufers (90er 25mm, 100er 27mm), so dass ein Wechsel von 90 auf 100 oder entgegengesetzt auf andere Antriebswellen nicht möglich ist.

Antriebswelleninnengelenk-5.jpg
Ein zerlegtes Innengelenk (90er)

Der „Außenläufer“ zeigt im Gegensatz zu dem Schaden am Außengelenks keine Beschädigungen (Laufleistung 170000 km). Anmerkung: Die Kegelfeder (E) hat ab ca. 1981 einen Innenverzahnung, die älteren Federn und die Antriebswellen haben diese nicht (…beim Tauschen von Innengelenken älterer Antriebswellen und Innengelenke <1981 beachten).

Antriebswelleninnengelenk-6.jpg
Ursache: Hier ist der Schaden am „Innenläufer“ erkennbar.


Erklärung des "Klackerns":

Die durch diese Beschädigung hervorgerufene "Unwucht" im Innengelenk bewirkt (je nach "Belastungszustand", Position der Antriebswellen etc.) die o.g. Auswirkungen. Beim Anfahren und Beschleunigung wirken auf diese Stelle massive Kräfte. Aufgrund dieser Beschädigung "springen" die Kugeln des Lagers beim Abweichen der "Normalstellung", was das "Klackern" zur Folge hat.

Tipp (ohne Gewähr): Ein Tauschen der Innengelenke (rechts <-> links) sollte das Problem (wie auch bei den Außengelenken) beseitigen, da hierbei die Kräfte auf die entgegensetzte(n) Lauffläche(n) wirken. Wichtig (beim Tausch bzw. Zusammenbau) :

  • das wieder Anbringen des Sprengrings ist ohne passendes Werkzeug noch spannender als das Entfernen, aber mit etwas "Schrauber Talent" und Geschick zu schaffen.
  • IMHO ist es sinnvoll sich vorab einen neuen Ring (113 517 279) zu besorgen, da der Entfernte in der Regel verbogen sein dürfte und vermutlich niemand möchte, dass dieser sich bei 180 km/h verabschiedet und sich das Innengelenk von der Welle löst.
  • darauf achten, dass genügend Fett vorhanden ist (falls das ganze Fett entfernt wurde müssen wieder ca. 45g MoS bzw. Gleitlagerfett in das Gelenk/Manschette)
  • Wie bei den Außengelenken muss der der größere Kegel der Feder Richtung "außen" (bezogen auf die Welle) also hier Richtung Getriebe zeigen. Bild 5 (E) zeigt diese Seite (die "nach oben gewölbte" Außenseite).



Referenzen & Weblinks

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